Parkinson-Krankheit
Die Parkinson-Krankheit ist eine neurologische Erkrankung, die vor allem die Bewegungssteuerung beeinträchtigt. Typische Symptome sind eine Verlangsamung der Bewegungen, Muskelsteifigkeit, Zittern in Ruhe sowie Gleichgewichts- und Gangstörungen. Die Beschwerden entwickeln sich meist schleichend und nehmen im Verlauf der Erkrankung zu.
Neben den Bewegungsstörungen können auch nicht-motorische Symptome auftreten, beispielsweise Schlafstörungen, depressive Verstimmungen, Konzentrations- und Gedächtnisprobleme oder eine verminderte Geruchswahrnehmung. Die Behandlung erfolgt bis anhin in erster Linie mit Medikamenten, die den Dopaminmangel im Gehirn ausgleichen sollen. Obwohl die Therapie die Beschwerden oft deutlich lindern kann, lässt sich die Erkrankung bislang nicht heilen. Eine frühzeitige Behandlung sowie regelmässige Bewegung und körperliches Training können jedoch wesentlich dazu beitragen, die Selbstständigkeit und Lebensqualität der Betroffenen möglichst lange zu erhalten. Seit einigen Jahren steht zudem die tiefe Hirnstimulation zur Verfügung.
Was ist die Ursache der Parkinson-Krankheit?
Die Parkinson-Krankheit entsteht durch das fortschreitende Absterben von Nervenzellen in einer Hirnregion namens Substantia nigra, die den Botenstoff Dopamin produziert. Der daraus resultierende Dopaminmangel führt zu einer Störung der Bewegungssteuerung; warum die Nervenzellen zugrunde gehen, ist nicht vollständig geklärt und beruht wahrscheinlich auf einem Zusammenspiel genetischer und umweltbedingter Faktoren.
Wie behandeln wir die Parkinson-Krankheit?
Wir setzen die seit 2018 in Europa zugelassene Transkranielle Pulsstimulation (TPS) und/oder die repetitive Transkranielle Magnetstimulation (rTMS) zur Verbesserung der Motorik ein. Beide Verfahren sind im Gegensatz zur tiefen Hirnstimulation nicht-invasive Verfahren. Bei der TPS erfolgen die Behandlungen zunächst an 6 Tagen, verteilt über 2 Wochen. Bei gutem Ansprechen empfehlen wir danach eine monatliche Behandlung als Erhaltungstherapie. Kann die TPS nicht zur Anwendung kommen, so setzen wir die rTMS ein. Möglich ist auch eine Kombinationsbehandlung aus TPS und rTMS.
Wie geht es nach der Behandlung weiter?
Da der zugrunde liegende Krankheitsprozess nur verlangsamt, nicht jedoch gestoppt werden kann, empfehlen wir sowohl bei der TPS- als auch bei der TPS/rTMS-Kombinationsbehandlung eine längerfristige Erhaltungstherapie,