Tics
Tics sind plötzlich auftretende, wiederkehrende Bewegungen oder Lautäusserungen, die von den Betroffenen nur begrenzt kontrolliert werden können. Sie können einfach sein, wie beispielsweise Blinzeln, Schulterzucken oder Räuspern, oder komplexer ausfallen und mehrere Bewegungen beziehungsweise Wörter umfassen.
Tics beginnen meist im Kindes- oder Jugendalter und können in ihrer Ausprägung im Verlauf schwanken. Viele Betroffene verspüren vor dem Tic einen inneren Spannungszustand, der durch die Ausführung des Tics vorübergehend nachlässt. Obwohl Tics oft als störend erlebt werden, beeinträchtigen sie die Betroffenen im Alltag unterschiedlich stark.
Was sind die Ursachen für Tics?
Die genaue Ursache von Tics ist noch nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass eine genetische Veranlagung sowie Veränderungen in bestimmten Hirnnetzwerken, die für die Bewegungssteuerung und Impulskontrolle zuständig sind, eine wichtige Rolle spielen. Auch Botenstoffe wie Dopamin scheinen an der Entstehung von Tics beteiligt zu sein.
Tics treten häufig gemeinsam mit anderen neuroentwicklungsbedingten Besonderheiten auf, insbesondere mit einer Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) oder einer Autismus-Spektrum-Störung (ASS). Die genauen Ursachen dieser Zusammenhänge sind noch nicht vollständig geklärt. Vermutlich spielen gemeinsame genetische Faktoren sowie Veränderungen in Hirnnetzwerken, die für Aufmerksamkeit, Impulskontrolle und Bewegungssteuerung wichtig sind, eine Rolle.
Wie behandeln wir Tics?
Wir setzen Neurofeedback (NFB) (SMR-Neurofeeback) zur Beruhigung der Tics ein. In der Regel planen wir mindestens 12 wöchentliche Sitzungen.
Wie geht es nach der Behandlung weiter?
Verbessert sich die Aufmerksamkeit und die Emotionsregulation, so ist dies in der Regel nachhaltig. Ca. 6 Monate nach Abschluss der Behandlung bieten wir eine Kontrolle an. Zeigt sich anlässlich der Kontrolle, dass die Effekte nachlassen, so können z.B. 4 Sitzungen zur Auffrischung geplant werden.